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Außergewöhnliche Hotels
Wenn Hotels zu Museen und Galerien werden
Im Bett mit „Alten Meistern“ und Frühstück mit Aboriginals – Immer mehr Hotels bringen ihren Gästen die Faszination Kunst greifbar nahe. Restaurants, Gärten, Wellness Bereiche und sogar Zimmer werden zur Galerie. So geben zum Beispiel Kunstwerke von Aboriginals dem Design Hotel Adina Apartment in Berlin einen australischen Touch. Afrikanische Ausstellungen bringen einen Hauch Exotik in die Villa Mangiacane in der Toskana wohingegen nationale und internationale Bildhauer und Maler in der Galerie des Kempinski Hotels Dukes’ Palace in Brügge eine Plattform bekommen. Ein einmaliges Kunst- und Kulturprojekt gibt es im Hotel Schloss Fuschl bei Salzburg: Alte Meister, die sonst Museumswände zieren, schmücken dort Zimmer und öffentliche Bereiche.
„Verführung zur Kunst“ im Hotel Schloss Fuschl – Im Hotel Schloss Fuschl am Fuschlsee nehmen die Gäste an der Bar einen Drink vor Jean Francoise de Troys „Allegorie des Geschmacksinns“ oder betten sich unter einem echten „Brueghel“ in der Sissi Suite. 170 Kunstwerke flämischer, holländischer, italienischer und französischer sowie deutscher und österreichischer Maler des 17. bis 19. Jahrhunderts sind in der „Schloss Fuschl Collection“ zusammengefasst und dekorieren Zimmer, Suiten und öffentliche Bereiche des Schlosses. Die Gäste erleben Kunstwerke, die man normalerweise in einem Museum erwartet. Die Alten Meister zieren auch einen Katalog, in dem mit Hintergrundinformationen über die kunsthistorische Bedeutung hingewiesen wird – einmalig in der Luxus Hotellerie. Mit dieser Sammlung sowie mit den wechselnden Ausstellungen, der im Hotel ansässigen Galerie Bernheimer, wird gezielt ein Publikum von Kunstliebhabern angesprochen. Wer sich überhaupt nicht mehr von seinem Originalbild trennen will, kann das teure Souvenir auch kaufen.
„Afrika meets Italien“ in der Villa Mangiacane – Allein der Ausblick ist ein Kunstwerk: Das Stein Hotel Villa Mangiacane in der Toskana thront mitten in den Weinbergen der Chianti Region und gibt einen wunderbaren Blick auf den Dom von Florenz frei. Die Villa wurde im 16. Jahrhundert als Landsitz für das einflussreiche Adelsgeschlecht der Machiavelli gebaut und trägt unverwechselbar die Handschrift des Renaissance Künstlers Michelangelo sowie des Malers, Architekten und Baumeister der Uffizien Giorgio Vasari. Das Besondere an der Villa sind nicht nur die wertvollen Antiquitäten, die religiösen Fresken aus dem 17. Jahrhundert und dass Michelangelo hier den Pinsel geschwungen hat – kostbare Originalkunstwerke aus Südafrika schmücken das herrschaftliche Anwesen. Die Skulpturen stammen von Künstlern des Shona Stammes aus Zimbabwe und sind beeinflusst von Ritualen und der Mythologie. Shona ist eine der wichtigsten künstlerischen Bewegungen im 20. Jahrhundert aus Afrika. Sammler dieser bemerkenswerten Skulpturen sind zum Beispiel Prinz Charles und Michael Jackson. Die Villa Mangiacane unterstützt die Künstler mit Ausstellungen und investiert unter anderem den Erlös in afrikanische Schulen für Behinderte.
„Busch Werke in Berlin“ im Adina Apartment Hotel – Normalerweise reisen Menschen zur Kunst – manchmal geht aber auch die Kunst auf Reisen. So zieren kreative Werke der Aborigines das neue australische Vier-Sterne-Hotel mitten in Berlin. Die teilweise auf Stoff gedruckten Werke stammen von Ureinwohnern aus ganz Australien. Künstler wie zum Beispiel Jean Baptiste Apuatimi oder Osmond Kantilla machten sich bereits dort mit verschiedenen Ausstellungen einen Namen. Ihre im Busch gefertigten Werke geben der Lobby und auch den Zimmern einen australischen Touch.
„Auf den Spuren einer Künstlerstadt“ im Kempinski Hotel Dukes’ Palace in Brügge Das renovierte burgundische Schloss aus dem 15. Jahrhundert bietet sich aufgrund seiner Historie als idealer Ausstellungsort für Vernissagen und Galerien an. Alle vier Monate präsentieren im Rahmen der „Dukes‘ Gallery“ nationale und internationale Bildhauer und Maler ihre Werke im Hotel. „Wir freuen uns schon sehr darauf, die modernen und abstrakten Skulpturen und Bilder von Neulingen sowie renommierten Künstlern aus aller Welt im Kempinski Dukes‘ Palace auszustellen zu dürfen. Dies ist eine einmalige Gelegenheit für unsere Gäste, das kulturelle Ambiente der Stadt Brügge schon im Hotel zu genießen“, sagt Philippe de Meyer, General Manager des Hotels. Neben den modernen Werken machen Originalgemälde, restaurierte Ornamente, Schnitzereien und Stuckaturen in einigen Suiten und auch in der Kapelle des ehemaligen Herzogsitzes, das Hotel zu einem wunderschönen Kunstobjekt.

